Ein Name mit Geschichte

An der Adresse Bruno-Taut-Ring 118 stand bis in die frühen 2000er-Jahre eine Spielhalle namens „Lucky Space Center“ — Flipper, Lichtorgeln, der Geruch von Münzautomaten. Als wir 2019 die Räume übernahmen, um einen Süßwarenladen zu eröffnen, war der alte Schriftzug noch an der Fassade zu erkennen. Wir haben ihn behalten, statt ihn zu ersetzen.

Der Name passt besser, als man zunächst denkt: Ein Süßwarenladen ist im besten Fall auch ein kleiner Ort für Glück auf Zeit — ein Ort, an dem man kurz stehen bleibt, sich für eine Sorte entscheidet und mit einer Tüte in der Hand wieder herauskommt.

Foto: Ladenfassade mit historischem Schriftzug
Foto: Team hinter der Ladentheke

Wer hinter dem Regal steht

Gegründet wurde Lucky Space Center von zwei gebürtigen Magdeburgerinnen, die beide zuvor im Lebensmitteleinzelhandel und in der Gastronomie gearbeitet haben. Beide eint eine Vorliebe für Produkte, bei denen man erklären kann, wer sie gemacht hat und warum.

Heute arbeiten fünf Personen im Laden — sie probieren neue Lieferungen gemeinsam durch, bevor eine Sorte überhaupt ins Regal darf, und stehen selbst hinter der Theke, wenn Kundschaft Fragen zu Herkunft oder Zutaten hat.

Wie eine Sorte ins Regal kommt

Vom ersten Kontakt mit einer Manufaktur bis zur Tüte an der Kasse durchläuft jede Sorte denselben Ablauf.

1

Auswahl

Wir suchen gezielt nach kleinen Manufakturen in Europa, meist über Fachmessen oder Empfehlungen anderer Händler.

2

Verkostung

Jede Lieferung wird im Team blind verkostet und gemeinsam bewertet — mehrheitliche Zustimmung ist Pflicht.

3

Einführung

Neue Sorten starten zunächst in kleiner Menge im Regal, mit eigenem Hinweisschild zu Herkunft und Zutaten.

4

Verkauf

Was ankommt, bleibt dauerhaft im Sortiment. Was nicht überzeugt, wird ehrlich wieder ausgelistet.

„Wir wollten nie den größten Laden — nur einen, in dem wir jede Sorte selbst erklären können.“
Aus einem Gespräch mit der Ladenleitung